Rhetorik-Skills: Spannung erzeugen

Ihr habt vielleicht schon Thema, Aufbau und Inhalte Eurer Rede zusammen, doch fragt Euch, wie Ihr das Publikum in den Bann ziehen könnt? Dann ist das Euer Blog-Post!

1. Das Publikum über den Ausgang der Geschichte im Unklaren lassen

Das geht so: Herausforderungschildern und infrage stellen, ob Ihr sie bewältigt habt.

„Das Fahrrad wurde kurz vorm Geburtstag geliefert – nur leider in Einzelteilen. Horrorszenario: Heulendes Kind am Geburtstagstisch…“

2. Unbekannte Herausforderung

Man schildert in der Retrospektive eine Herausforderung, die man zum damiligen Zeitpunkt noch nicht kannte.

„Hätte ich nur damals schon von X gewusst!“

3. Spotlight am Anfang

Ihr nutzt diese Technik, indem Ihr einen Höhepunkt der Geschichte an den Anfang setzt.

„Plötzlich stand ich mit fünf prall gefüllten Einkaufstüten, drei Kindern und einem Hund in der S-Bahn. Wie konnte es bloß dazu kommen?“

4. Gedanken mitteilen

Ihr sagt, was Ihr/der Protagonist gedacht habt/hat, bevor die Handlung einsetzt.

„Ich dachte, es muss doch ein Leichtes sein…“

5. Identifikation ermöglichen

Ihr leitet eine Handlung mit einem Gefühl/Geschehensablauf ein, dass/den jeder kennt.

„Da stand ich vor den 100 Hochzeitsgästen, mein Mund war staubtrocken und dazu noch einen vollkommenen black-out!“

6. Fragen aufwerfen

„Würde ich bei strömendem Regen und Sturm Bottrop sicher und rechtzeitig erreichen?“

7. Vergleiche

„Am Morgen hatte ich noch 150 Euro im Portemonaie. Am Abend war es leer.

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Gut geführt?

Keine Sorge, nun folgt kein Betrag übers Tanzen oder einen Haushaltswarenladen. Es geht um die Führung im Allgemeinen – wie führt man richtig?

Die Frage ist nicht zu beantworten, weil es in Fragen des Leaderships kein richtig oder falsch gibt, sondern nur „funktioniert“ und „funktioniert nicht“.

Wenn ich z.B. dem schüchternen, introvertierten Angestellten vor versammelter Mannschaft anherrsche, wie er seine Arbeit wann zu machen hat, dann wird dies wohl eher das Prädikat „funktioniert nicht“ bekommen. Man erkennt also, ein gutes Leadership ist situationsabhängig und -bezogen.

Es gibt zwei große Pole, nämlich den autoritären Führungsstil und den kooperativen Führungsstil. Ersterer sähe, wenn man ihn grafisch aufschlüsseln wollte, (ja, ich will!:-) so aus:

Führung autoritär

Beispiel:

„Chef: Herr Müller, die Verkaufszahlen sinken, machen Sie X!“

Augenscheinlich ist dieser Stil sehr effizient. Es wird nicht viel diskutiert, A sagt, B macht. Doch mit ihm gehen auch Gefahren einher. Wenn A B permanent und dezidiert sagt, was er tun und lassen soll, könnte bei B bald eine Frustration eintreten. Er bekommt dann burn-out und seine hervorragenden Umsetzungsfähigkeiten sind für das Unternehmen nicht mehr nutzbar. Auch entsteht die Gefahr, dass B seinen Kopf völlig ausschaltet und dann Fehler macht, bzw. falsche Anweisungen blind befolgt.

Der kooperative Führungsstil sieht grafisch betrachtet so aus:

Führung kooperativ

Beispiel:

„Chef: Herr Müller, ich sehe, dass unsere Verkaufszahlen sinken, ich denke, dieses Problem ließe sich beheben, wenn Sie X tun, aber bitte teilen Sie mir Ihre Gedanken dazu mit.“

Dieser Stil hat nun den Vorzug, dass er die Nachteile des autoritären Stils aufwiegt. Der Anweisungsempfänger wird mit eingebunden, darf sich äußern, darf seine eigene Erfahrung miteinbringen, etc. Als glücklicher Mitarbeiter bleibt er dem Unternehmen bis ins Rentenalter erhalten.

Aber natürlich hat dieser Stil auch Nachteile. Mitarbeiter könnten die Anweisung als unverbindlich betrachten, als diskutabel. Auch kostet die zusätzliche Interaktion Zeit, was ja bekanntlich Geld ist. Und wenn man ausschließlich so führt, könnte die eigene Autorität infrage stehen.

Eine gute Führung ist aber sicher nicht nur eine Frage des Stils. Eine Führungskraft muss sich, bevor sie eine Weisung erteilt, viele Gedanken machen. Da kann man sich von den W-Fragen leiten lassen (zur Erinnerung: Wer, wie, wann, wo, wie lange, usw.).

Nicht minder wichtig ist es, dass die Führungskraft sich vor der Anweisung Gedanken macht, ob sie auch umgesetzt werden kann. (Ich bekam im Rahmen eines Praktikums von einem eher autoritären Chef mal die Anweisung „Nimm [Praktikant 2] mit auf den Dachboden und entsorge die Akten X-Y!“ Nur waren die Akten X-Y längst nicht mehr da, sodass ich und Praktikant 2 zwei Stunden Pause auf dem Dachboden hatten:-))

Und es macht auch Sinn, sich einen Plan zu machen, welche Anweisungen planmäßig erteilt werden sollen, um zu überprüfen, ob die jeweils erforderlichen Ressourcen jeweilig vorhanden sind.

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Der Herbstwettbewerb der Berliner Meisterredner am 7. November 2019

Die Berliner Meisterredner veranstalteten gestern ihren Herbstwettbewerb. Thema: Humorvoller Herbst. Es ging um humorvolle Reden und Bewertungsreden zu einer humorvollen Rede. Und wer hätte es gedacht – es war ein riesiger Spaß!

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten und Moderator Sebastian Foltan hielt Franz die erste humorvolle Rede. Titel: „Name: Schall und Rauch“.

Franz juxte über seinen Namen, der voll ausgeschrieben Franz Josef lautet. Und mit so einem Namen ist man international, selbst bei noch so guten Englischkenntnissen, stets als Deutscher zu erkennen.

Die zweite humorvolle Rede stammte vom Blogger. „Realsatire Kinderkrebsstation“. Ich sprach über die skurilen Erlebnisse auf einer Kinderkrebstation, exemplizifiziert an einer Wunschfee, die dann leider doch den Wunsch nicht erfüllen konnte.

Die dritte Rede kam von Robert Kellner. Er berichtete über das Zusammensein mit seinem Neffen, das – gelinde gesagt – etwas anstrengend war. Wo- und wasimmer Robert mit seinem Neffen essen wollte, hatte der eine Anmerkung über Tierhaltung und ähnliches parat, der ihnen dann den Appetit verdarb.

Reinhard Frede hielt die vierte Rede. „BER“ – es ging um den Hauptstadtflughafen, die endlose Geschichte voller Peinlichkeiten.

Nach einer kurzen Pause hielt Elena Perlich, VP ED der Steglitz Toastmasters, dann die Zielrede für die Bewertungsrede. Zur Erklärung: Beim Wettbewerb der Bewertungsredner wird eine Rede gehalten, die dann von allen Bewertern bewertet wird.

IElena erzählte aus der Perspektive einer Schulklasse über eine Klassenfahrt. Sie schliefen nicht, wann sie schlafen sollten, sie lernten nichts, wenn sie lernen sollten, doch am Ende wurde alles gut. Der Schlaf wurde im Planetarium nachgeholt und das Lernen, das eigentlich durch Anschauung im Museum stattfinden hätte sollen, erfolgte dann nach der Heimreise im Internet.

Die Bewertungsredner waren Maike, Elizabeth, Sylvia, Ali und Franz (ja, der von oben:-). Es war hochinteressant zu sehen, wie unterschiedlich sie waren. Und es wurde wieder einmal der Toastmasters-Wert respect deutlich: Denn den Großteil der Bewertungen nahm Positives ein.

Anschließend wurden die Preise verliehen. Ali erhielt den Preis für die beste Bewertungsrede. Franz errang den zweiten Platz bei den humorvollen Reden. Und der völlig überwältigte Blogger bekam sowohl den ersten Preis bei den humorvollen Reden als auch den Publikumspreis verliehen.

Danke an die hochkarätig besetzte Jury und alle, die diesen herrlich humorvollen Abend möglich gemacht haben!

Das war der Storytelling-Workshop an Halloween!

In gruseliger Atmossphäre mit einem Skelett auf dem großen Tisch und karamelisierten Nierensteinen als Naschwerk (Schoko-Puffreis) gingen die Meisterredner an ihren Workshop zum Storytelling.

Die Leiterin des Workshops war Patricia Steinmann. Sie erläuterte uns zunächst das Schema einer jeden Geschichte, das vom Helden über sein Ziel zum Ausgang reicht.

Dann mussten wir bunte Karteikärtchen mit einem Helden, einem Ziel und einem Hindernis beschriften. Die jeweiligen Stapel wurden gemischt und dann jeweils eine von jedem gezogen, z.B. Ein japanischer Teufel will mit einem Ballon fliegen, doch leider kann er den Schlüssel nicht finden.

Dann rief Patricia einen Meisterredner auf, der dann im Stegreifreden-Zeitlimit (2-2 1/2 Minuten) eben diese Geschichte erzählen musste.

Später wurde es noch etwas schwieriger, denn nun musste ein Redner den Helden und sein Ziel vorstellen und zum Hindernis heranführen. Ab da übernahm ein weiterer Redner, der das nächste Hindernis beschreiben musste, usw.

Am Ende hielt Elizabeth noch eine Rede darüber, wie man die Alltagskommunikation verbessern kann. Sie berichtete dabei über die Gesprächsformen vom Smalltalk bis zum persönlichen Gespräch und erläuterte zudem Werkzeuge, wie man diese Gespräche gestalten kann.

Der Workshop hat riesigen Spaß gemacht!

Bericht: Das Rhetorik-Training am 17.10.19

Wir schrieben den dritten Donnerstag im Monat, also fanden sich die Meisterredner mit einer regelrechten Heerschar von Gästen in der Leibnizstr. 79 ein und redeten!

Nach der Begrüßung durch unseren Präsidenten Sebastian Foltan und der Begragung der Gäste, warum sie zu uns gefunden haben, toastete Ali.

Er berichtete von den Problemen der Teamarbeit, dass man das Team als Verantwortlicher doch immer kontrollieren möchte. Ali erzählte, dass es sich lohnt, stattdessen auf das Team zu vertrauen. Darauf tranken wir und sodann wurde an den Moderator Franz übergeben.

Die erste Rede hielt Maike, Titel: „Ein Date mit Tolstoi“ Maikes Mutter feierte ihren 80. Geburtstag und Maike interviewte sie zu ihrem Leben. Darin äußerte diese folgendes Tolstoi-Zitat:

„Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern.“

Und so hatten wir alle gewissermaßen ein kleines Date mit Tolstois Gedanken!

Die zweite Rede kam von Ali, der an diesem Abend der Tausendsasser der Meisterredner war. Toast, Rede und Stehgreifredenleitung, Respekt! Alis Rede trug den Titel „Ausgebürgert“ und handelte davon, dass er beinahe staatenlos geworden wäre.

Denn die doppelte Staatsangehörigkeit darf man in Deutschland nur bis zur Vollendung des 23. Lebensjahrs haben, danach muss man sich für eine entscheiden. Ali war aber schon mit 17 Jahren klar, dass er gerne die deutsche Staatsangehörigkeit haben wollte. Deswegen schickte er einen Brief an das zuständige Amt, in dem er eben dies bekundete.

Bei Ali gingen dennoch immer wieder Briefe vom Amt ein, mit denen er nichts anzufangen wusste, hatte er sich doch schon entschieden! Nur was er nicht wusste: Mit 17 konnte er noch gar nicht wirksam eine Staatsangehörigkeit annehmen!

Aber inzwischen hatte er bereits die Türkische ausgeschlagen. Mangels rechtzeitiger und volljähriger Entscheidung für die Deutsche, lief er Gefahr, staatenlos zu werden.

Er suchte also das Amt auf und dort übermittelte man ihm die rettende Nachricht: Er durfte nun doch beide Staatsangehörigkeiten behalten!

Die dritte Rede war das absolute Highlight des Abends. Denn es war die Rede des Halbfinales der Toastmasters International Convention aus Denver von Khushi Pasquale!

Wir sahen über den Beamer, wie Khushi ihrem ehemaligen Kindermädchen nachtrauerte. Sie arangierte Khushis abendliche Ankunft zuhause stets so: Khushis Sohn erschien mit dem Kindermädchen an der Tür und umarmte seine Mutter innig.

Die Super-Nanny sozusagen. Doch dann wendete sich das Blatt. Denn plötzlich kam die Nanny mit dem Ansinnen auf Khushi zu, ihren Sohn an Adoptiveltern nach Australien abzugeben. So geriet Khushi in den Konflikt ihres Lebens und entschied sich schließlich dazu, zuhause bei ihrem Sohn zu bleiben.

Dann übernahm wieder Ali mit der Stehgreifredenleitung. Sein Thema: Rituale und Bräuche.

Zuerst wurde Gast Stefan auf die Bühne gerufen. Er musste den Brauch des mexikanischen Totenfests erklären und schloss daraus, dass wir generell mehr den Toten gedenken sollten.

Danach musste Gast Ilia erläutern, warum, Hochzeitskleiner in Taiwan rot sind. Ilia meinte, das könne nur mit dem vermehrten Genuss von Rotwein in der Ehe zum Entspannen zusammenhängen.

Glenn musste als dritter Stehgreifredner klarstellen, warum man auf Beerdigungen in Japan weis und nicht schwarz trägt. Glenn meinte, es liege daran, dass weis für die Unschuld stehe und außerdem müsse es etwas mit der japanischen Flagge zu tun haben.

Die Nummer 4 machte Meisterrednerin Silke. Sie hatte die kaum zu bewältigende Aufgabe, zu erklären, warum in Rumänien bei der Rechtsprechung ein Huhn geköpft wird.

Schließlich bewertete Meisterredner Stefan, Maike und Kerstin Ali und Khushi sich selbst. Nein, sie berichtete vielmehr von der TMI-Convention und rief uns alle dazu auf, im nächsten Jahr in Paris dabei zu sein.

Fazit: Ein rundum gelungener Abend, mit einem hervorragenden Ehrengast!

Feier(tag)liches Rhetorik-Training am 03.10.19!

Die Berliner Meisterredner lassen sich doch nicht von Feiertagen vom Reden Halten abhalten!

Los gings mit der Begrüßung durch den Präsidenten Sebastian Foltan. Er befragte dann unsere Gäste, wie und warum sie zu uns gefunden haben und was sie erwwarteten. Sebastian leitete zum Toast über.


Den übernahm Franz und wir tranken sodann auf die souveräne Gelassenheit, die Fähigkeit, sich nicht von allem zu etwas hinreißen zu lassen.


Moderiert wurde der Abend von Reinhard. Der stellte zunächst „die kleinen Ämter“, die wir so besser nicht mehr nennen wollen, weil sie keineswegs klein I.S.v. unbedeutend sind. Die Zeit nahm Franz, die Füllwörter zählte freundlicherweise Gast Carolin und der Blogger bediente die Kamera! Es konnte jetzt also so richtig losgehen!


Als erste Rednerin sprach Antonia. Sie hatte eine schwierige Aufgabe, sie musste mehrere verschiedene Quellen in die Rede einarbeiten. Ihr Thema: „REIS als Nahrungsmittel“


So erzählte sie vom Anbau und den Vorzügen von REIS und vom Gründer des ersten Toastmasters-Clubs Smedley. Auch er mochte REIS, schließlich ist es das Merkwort für die vier Toastmasters-Werte Respect, Excellence, Integrity und Service!
Die zweite Rede hielt Sebastian. Sein Thema: „Vorgeschichten“. Darin verflocht er mehrere Einzelgeschichten so gekonnt, dass sie hinterher nur noch zusammen Sinn ergaben.


Dann schlug meine großer Moment, ich moderierte zum ersten mal die Stegreifreden. So hatte ich mehrere kleine Debatten zu Trivialthemen vorbereitet und rief dann zahlreiche Freiwillige aus der Gästeschaar und Meisterredner auf die Bühne.


Nach den Bewertungsreden von Ilona und Robert räumten wir mit vereinten Kräften auf und feierten den Abend bei Mythos mit Hähnchen-Salat und Kinder-Gyros.

Ein Rhetorik-Feuerwerk am 19.09.2019!

Die Berliner Meisterredner kamen am letzten Donnerstag wieder zu ihrem Rhetorik-Training zusammen und entzündeten ein regelrechtes Rhetorik-Feuerwerk!

Den Abend eröffnete Präsident Sebastian Foltan per Hammerschlag und leitete an Moderatorin Kerstin Probst weiter.

Dann prostete Ilona Schäfer uns mit ihrem Toast zu. Sie erinnerte uns kurz an die vier zentralen Toastmasters-Werte und bot uns dazu das Merkwort REIS an. Denn die Werte sind Respekt, Exzellenz, Integrität und Service.

Ein ebenso wichtiger Wert ist die Liebe zur Wahrheit. Deswegen tranken wir darauf und weiter ging es mit der Kurz-Ausbildungsrede, die von Franz-Joseph Müller gehalten wurde.

Er ist im Vorstand der Berliner Meisterredner für die Finanzen zuständig. Er schlüsselte uns dezidiert auf, wieviel Geld von unseren Beiträgen wofür aufgewendet wird. Danke Franz!

Die erste Rede hielt Robert Kellner und sie war – siehe Überschrift – ein Humor-D-Böller! Er hatte eine sehr schwierige Aufgabe, denn sie sollte uns zum Lachen bringen. Doch Robert meisterte diese Aufgabe mit Bravour, wir lachten mehrmals und laut.

Robert führte uns zunächst in die Problematik der Status-quo-Verzerrung ein. Man möchte, dass alles so bleibt, wie es ist und verkennt dabei möglicherweise, dass es auch besser werden könnte, wenn man nicht stoisch am Status quo festhalten würde.

Dabei hat sich in der Vergangenheit schon so enorm viel zum Guten gewendet. Das Regierungssystem in Deutschland zum Beispiel.

Schließlich kam er noch humoristisch auf das Thema Steuern zu sprechen. Wir wüssten gar nicht, wie viel Steuern wir eigentlich bezahlen, weil wir sie immer nur monatlich abführen. Da wäre es doch viel besser, so Robert, wennn man das Gehalt einfach für ein halbes Jahr einzieht!:-)

Danach hielt Meisterrednerin Kathy die zweite Rede des Abends. Metaphorisch kann man sie nur als Signal-Rakete verpacken, die auf eine der dunkelsten Stellen unserer Zeit abzielt. Sie war damit ganz spontan für einen anderen Meisterredner eingesprungen – wie exzellent von Ihr!

Aber auch ihre Rede war eine Wucht und sie gewann damit verdient den Preis für die beste Rede des Abends. Sie sprach über einen Shitstorm, der kürzlich über sie erging, wie sie damit umgegangen ist und welche allgemeinen Verhaltensregeln sich daraus entnehmen lassen.

Wie agiert man im Angesicht eines Shitstorms? Man muss ihn (1) ernst nehmen, (2) Selbstschutzmaßnahmen ergreifen, möglichst alle Informationen über sich aus den sozialen Netzwerken entfernen und auf keinen Fall die Kommentare lesen, sich (3) Hilfe bei Freunden holen, die dagegen ankommentieren, (4) Beweissicherung durch die Anfertigung von Screenshots betreiben und (5) rechtlich dagegen vorgehen.

Die dritte Rede hielt Antonia Montesinos. Das war ein Emotions-Kracher! Das Thema der Rede war das Erwachsenwerden. Dazu beschrieb sie schauspielerisch und stimmlich genial von einem Traum, in dem sie in einer Gefahrensituation war und nach ihrer Mutter rief, diese jedoch nicht zur Hilfe eilte. Sie bewältigte die Situation dennoch und merkte nach dem Aufwachen, dass sie wohl plötzlich erwachsen geworden war.

Nach einer kurzen Pause ging es dann an die Stegreifreden! Diesmal eine regelrechte Kreativitäts-Kaskade! Die Leitung übernahm diesmal Ilyas Sert und er machte dies großartig! Denn er verlangte von den Rednern nicht nur, eine Rede zu einem unbekannten Thema zu halten, nein sie mussten sogar ein unbekanntes Buch vorstellen, von dem sie noch gar nicht wussten, dass sie es geschrieben hatten!

So musste Robert eine polnischen Autor miemen, der das Buch „Da seh ich rot!“ vorstellte. Gast Guadeloupe musste sich mit ihrem bis dato unbekannten Werk „Grenzen setzen“ und Gast Murat mit dem ebenso unbekannten „Die Oma auf dem Skateboard“ auseinandersetzen.

Danach kamen die Bewertungsreden, die Gesamtbewertung übernahm diesmal unsere Toastmasters-Area-Leiterin Hao, der dann auch unser Cluberfolgsplan übergeben wurde.

Danke an alle für dieses Rhetorik-Feuerwerk!